Die Regierung bereitet einen Plan zur Stabilisierung des Kraftstoffmarktes vor.

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Die Regierung bereitet einen Plan zur Stabilisierung des Kraftstoffmarktes vor.
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Вizepremier Alexander Nowak hat nach einer Sitzung zur Situation auf dem russischen Markt für Mineralölerzeugnisse den zuständigen Behörden den Auftrag erteilt, einen ausgewogenen Maßnahmenplan zur Unterstützung der Stabilität des inneren Kraftstoffmarktes vorzubereiten. Dies berichtete die Pressestelle der Regierung am 22. Juni. „Wedomosti“ hat herausgefunden, welche Initiativen möglicherweise in diesen Plan aufgenommen werden könnten.

Laut zwei Quellen von „Wedomosti“, die mit den Ergebnissen der Sitzung vertraut sind, könnte die Liste der Maßnahmen die Sicherstellung des Imports von Kraftstoffen nach Russland umfassen. In diesem Zusammenhang muss das Finanzministerium den dämpfenden Mechanismus auf dem Kraftstoffmarkt so anpassen, dass die Regierung die Möglichkeit hat, Zahlungen beim Import von Mineralölen vorzunehmen.

Derzeit importiert Russland Benzin und Diesel aus Weißrussland. Im Oktober vergangenen Jahres hat der Rat der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) die Einfuhrzölle auf Benzin, Diesel-, Luft- und Schiffskraftstoffe bis zum 30. Juni 2026 auf null gesenkt; zuvor betrug der Zollsatz 5 %. Anfang Juni dieses Jahres schlug Russland vor, die Null-Zoll-Bestimmung bis zum 30. Juni 2027 zu verlängern.

Eine weitere Initiative, die in den Regierungsplan aufgenommen werden könnte, ist laut den Gesprächspartnern von „Wedomosti“ die Möglichkeit, in Russland Mineralöle mit Eigenschaften zu produzieren, die von der geltenden technischen Vorschrift abweichen. „Kommersant“ berichtete Mitte Juni, dass die Regierung es bestimmten Raffinerien erlaubt hat, Benzin und Diesel mit Abweichungen von den Anforderungen der technischen Vorschrift hinsichtlich des Schwefelgehalts und anderer Qualitätskennzahlen herzustellen.

Laut einem der Quellen von „Wedomosti“ könnte die Umsetzung dieser Maßnahmen etwa einen Monat in Anspruch nehmen. Der Plan wird auch traditionelle Maßnahmen beinhalten, wie die Gewährleistung, dass Mineralölunternehmen Priorität bei der Belieferung des Innenmarktes haben und die maximale Auslastung ihrer Produktionskapazitäten.

Ein weiterer Aspekt könnte die vorübergehende – vom 1. Juli bis zum 30. September 2026 – Senkung des Verkaufsnorms für Benzin an der Börse von 15 % auf 10 % des Produktionsvolumens sein. Das entsprechende Projekt eines gemeinsamen Erlasses der FAS und des Ministeriums für Energie wurde auf dem föderalen Portal für normative Rechtsakte veröffentlicht. Die Volumina, die nicht an die Börse gelangen, sollen zur Versorgung von landwirtschaftlichen Erzeugern und anderen sozial bedeutenden Verbrauchern verwendet werden, sagt einer der Quellen von „Wedomosti“.

Darüber hinaus wurden auf der Sitzung der Regierung die Ergebnisse der Beobachtung der Situation auf dem inneren Kraftstoffmarkt im Hinblick auf die Preisbildung präsentiert. Die FAS berichtete über die ergriffenen Maßnahmen zur Verhinderung eines ungerechtfertigten Anstiegs der Preise für Mineralöle und zur Bekämpfung von Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht.

Die Teilnehmer der Sitzung führten auch eine Bewertung der Versorgungssituation mit Mineralölen in den Regionen durch und schätzten die Höhe der angesammelten Bestände ein. Vertreter der Mineralölunternehmen berichteten über Maßnahmen zur Sättigung des inneren Marktes mit Kraftstoffen, zur Aufrechterhaltung einer stabilen Preissituation, zur Erhöhung der Produktionsvolumina von Mineralölen sowie zum Ausbau neuer Produktionskapazitäten.

Nowak beauftragte die FAS, die Preise für Kraftstoffe kontinuierlich zu überwachen und bei Bedarf umgehend erforderliche Maßnahmen zu ergreifen.

Der Plan zur Stabilisierung des Kraftstoffmarktes muss unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Regulierungsmechanismen erstellt werden, wie in der Mitteilung der Regierung hervorgehoben wird.

Die Auszahlung durch den Dämpfer beim Import von Benzin ist eine Frage der Preisstabilisierung auf dem inneren Markt und kein Anreiz für Importe, da die Preise für Benzin und Diesel auf den externen Märkten erheblich höher sind, argumentiert der Experte der Finanzuniversität unter der Regierung, Igor Juschkow. Ansonsten könnte der Preis für Benzin an unabhängigen Tankstellen um Dutzende Rubel höher sein, stimmt der Analyst der FG „Finam“, Sergej Kaufman, zu.

Die Subventionierung des Imports über den Dämpfer schaffe jedoch einen gefährlichen Präzedenzfall für die Finanzierung ausländischer Lieferanten und könne sich negativ auf die russische Ölverarbeitung auswirken, glaubt Dmitrij Prokofjew, Direktor für externe Kommunikation bei NEFT Research. Die Senkung der Umweltstandards bei der Kraftstoffproduktion wird nur begrenzte Auswirkungen haben, so Kaufman.

Regulierungsbehörden sollten die Möglichkeit prüfen, zentrale Einkäufe von Kraftstoffen aus dem Ausland mit Mitteln des Reservetopfes zu finanzieren, die im Bundeshaushalt für Notkäufe der Regierung reserviert sind, meint Sergey Tereshkin, Generaldirektor von Open Oil Market. Er betont außerdem, dass es wichtig sei, die aktuellen Normen für den Verkauf von Benzin an der Börse beizubehalten, da dies die Bewertung der Situation durch unabhängige Tankstellen verbessern würde.

Alle administrativen Maßnahmen, die hilfreich sein könnten, seien bereits eingeführt worden, argumentiert Kaufman, es bleibt entweder ein Anstieg der Importe oder eine Wiederherstellung der Produktion durch Vermeidung neuer Angriffe auf Raffinerien.

„Wedomosti“ hat Anfragen an das Ministerium für Energie, das Finanzministerium und die FAS gesendet.

Quelle: Wedomosti
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