
Wichtige wirtschaftliche Ereignisse und Unternehmensberichte für Montag, den 29. Dezember 2025. Makroökonomischer Überblick und globalen Aktienmärkte der USA, Europas, Asiens und Russlands für Investoren.
Der Beginn der letzten Handelswoche im Dezember verläuft ruhig. Die meisten großen Börsen der Welt nehmen nach den Feiertagen den Betrieb wieder auf, jedoch sind momentan keine neuen Treiber für die Märkte in Sicht. Im Fokus der Investoren stehen die Daten zum US-Wohnungsmarkt: Am 29. Dezember um 17:00 MSK veröffentlicht die Immobilienverbandsvereinigung den Bericht über die Verkäufe bestehender Wohnimmobilien für November (Pending Home Sales). Der Unternehmenssektor gibt praktisch kein Lebenszeichen von sich: Die Berichtssaison ist vorüber, und kein Unternehmen aus den Indizes S&P 500, Euro Stoxx 50, Nikkei 225 oder der Moskauer Börse wird am Montag Ergebnisse bekanntgeben. Insgesamt bereiten sich die globalen Märkte auf eine ruhige Woche vor dem Jahreswechsel vor: Die geringe Liquidität begrenzt die Volatilität, während die Teilnehmer die Pause nutzen, um das Jahr Revue passieren zu lassen und neue Strategien zu planen.
Makroökonomischer Kalender (MSK)
- 08:30 — USA: Daten zu langlebigen Gütern (November), endgültige Bewertung des BIP des dritten Quartals und Unternehmensgewinne.
- 09:15 — USA: Industrieproduktion für November.
- 10:00 — USA: Geschäftsklimaindex der Federal Reserve Bank von Richmond (Dezember), Verkäufe neuer Häuser (November) und Verbrauchervertrauen (Michigan).
- 10:00 — USA: Vorläufige Erwartungen zu den Verkäufen bestehender Wohnimmobilien (Pending Home Sales) für November.
- 13:00 — USA: Wöchentlicher Bericht von Baker Hughes zur Anzahl der aktiven Ölbohranlagen.
Unternehmensberichterstattung
Montag verspricht keine großen Überraschungen von Unternehmensseite. Wie Kiplinger berichtet, sind für diesen Tag keine bedeutenden Gewinnberichte geplant. Eine Ausnahme könnten lediglich lokale, klein kapitalisierte Emittenten sein. So hat das taiwanesische Technologieunternehmen OBOOK Holdings (NASDAQ: OWLS) die Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse auf eine Telefonkonferenz nach dem Handel am 29. Dezember verschoben. In Russland und Europa gibt es ebenfalls keine bemerkenswerten Veröffentlichungen: Die großen Konzerne haben das Quartal bereits abgeschlossen und werden ihre Berichte erst im Januar vorstellen. Damit bleibt das Nachrichtenumfeld im Unternehmenssektor neutral und hat keinen Einfluss auf die allgemeine Marktdynamik.
Globale Märkte
- USA: Die amerikanischen Börsen starten in die letzte verkürzte Woche des Jahres 2025. In der vergangenen Woche blieben S&P 500 und NASDAQ nahezu unverändert – die Handel vor den Feiertagen verlief träge und ohne neue Trends. Am Montag beobachtet man an der Wall Street eine moderate Handelsaktivität ohne plötzliche Preissprünge.
- Europa: Nach dem Wochenende öffnen die europäischen Märkte (London, Frankfurt, Paris) im gewohnten Modus. Die Börsen der Eurozone hatten am Freitag (Weihnachten) pausiert, sodass dies für die meisten Märkte der erste aktive Handelstag nach der Pause ist. Dennoch sind keine großen Veränderungen zu erwarten – die allgemeine Stimmung auf dem Kontinent bleibt aufgrund der Feiertage „gedämpft“.
- Asien: In Japan und China geht der Handel weiter. Der Nikkei 225 beginnt die Woche unter dem Einfluss des stabilen Yen, während die Börsen in Shanghai und Hongkong ebenfalls geöffnet sind. Das asiatische Umfeld wird durch eine „ruhige Atempause“ unterstützt – wichtige Daten aus China werden später veröffentlicht (PMI am 31. Dezember), zurzeit ist die Volatilität niedrig.
- Russland und GUS: Die Moskauer Börse wird am 29. Dezember eine kurze Handelssitzung abhalten (der Handel endet vor 10:00 Uhr Moskauer Zeit). Es gibt keine signifikanten Veröffentlichungen, und die lokalen Indizes bewegen sich vorerst in engen Bereichen. Der Rubel bleibt stabil, die Volatilität auf dem russischen Markt ist gesenkt.
Währungen und Rohstoffe
An den Devisenmärkten herrscht eine vorweihnachtliche „Stille“: Der Dollar verbleibt in der Nähe kürzlicher lokaler Extremwerte gegenüber den wichtigsten Währungen (Euro, Yen) ohne plötzliche Bewegungen. Die Preise für Öl und Metalle bleiben stabil – der Handel erfolgt in einem Umfeld geringer Liquidität, ohne große Treiber von Nachfrage oder Angebot. Somit sind die Wechselkurs- und Rohstoffschwankungen zu Beginn der Woche begrenzt, und es werden vorerst keine wesentlichen Schocks erwartet.
Worauf Investoren achten sollten
- Beobachten Sie die Prognosen für die letzte Woche des Jahres. Trotz der Ruhe werden morgen Abend die „Protokolle“ der Dezember-Sitzung der Fed veröffentlicht (Veröffentlichung der FOMC Minutes), was die Zinserwartungen verändern könnte. Auch werden am Mittwoch die PMI-Daten aus China veröffentlicht – deren Ergebnisse könnten risikobehaftete Anlageklassen einen Schub verleihen.
- Nutzen Sie diese Zeit für eine Überprüfung Ihres Portfolios. Die Vorweihnachtswoche ist ein hervorragender Zeitpunkt, um die Ergebnisse des Jahres zu bewerten, die Asset-Allokation zu korrigieren und die Strategie für das nächste Jahr zu überprüfen, solange die Volatilität gering ist. Investoren aus der GUS sollten besonderes Augenmerk auf Diversifizierung zwischen Regionen und Währungen legen.
- Seien Sie auf geringe Liquidität vorbereitet. Ein dünner Markt erhöht die Wahrscheinlichkeit plötzlicher Preislücken (Gaps), selbst bei kleinen Nachrichten. Daher sollten Limit-Orders platziert, Risiken bei neuen Positionen gegebenenfalls verringert und aggressives Trading vermieden werden.
- Bewahren Sie einen langfristigen Ansatz. Das Fehlen von Bewegungen ist nur vorübergehend. Sobald der Januar beginnt, wird die neue Berichtssaison starten und wichtige Makrodaten veröffentlicht. Das Wichtigste ist, nicht vollständig aus dem Markt auszusteigen und sich nicht von der kurzfristigen Ruhe in die Panik treiben zu lassen.